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Onlinekredite vs. Filialbankkredite - ein Vergleich
Die Möglichkeiten des Kreditabschlusses
Seitdem immer mehr Verbraucher auf Ratenkredite zurückgreifen, nimmt auch die Anzahl der Anbieter stetig zu. Gingen viele Bankkunden noch vor Jahren einzig zu ihrer Hausbank, wenn sie einen Kredit benötigt haben, suchen heute zahlreiche Interessenten auch nach Kreditangeboten im Internet. Diesen sagt man nach, dass sie günstiger seien und oft auch schneller vergeben werden. Zwar sprechen die günstigen Zinsen sowie die einfach Beantragung für den Online-Kredit, wer jedoch schnell Geld benötigt, erhält dieses bei der Hausbank oft schneller.
Der Ratenkredit aus dem Internet
Der Onlinekredit erfreut sich einer immer größeren Bedeutung. Viele Kunden nutzen heute das Medium Internet, um die Kreditangebote der Banken online zu vergleichen. Der Kredit wird dann schließlich beim günstigsten Anbieter abgeschlossen. Vielfach haben dabei die Onlinebanken die Nase vorn, denn durch fehlende Filialkosten sowie einer geringeren Anzahl an Mitarbeitern können diese Banken in der Regel weitaus niedrigere Zinsen bieten. Werden Ratenkredite bei der Hausbank zu Zinssätzen von 8-12% p.a. angeboten, werden sie im Internet schon ab 3,59% p.a. beworben. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass es sich dabei einzig um ab-Zinssätze handelt, die sich nach Einreichung der Kreditunterlagen noch ändern können und bei den meisten Antragstellern auch nach oben ändern werden. Der Kreditantrag für den Onlinekredit ist schnell von zu Hause aus gestellt. Bei Fragen stehen die Mitarbeiter per Mail oder Telefon zur Verfügung.
Der Ratenkredit der Hausbank
Vielfach sind die Kreditangebote der Hausbanken weitaus teurer als vergleichbare Ratenkredite im Internet. Wer als Kunde jedoch die persönliche Beratung schätzt, wird dennoch zu seinem Berater gehen, um dort den Kredit zu beantragen. Dies hat den Vorteil, dass über Kreditsummen, Laufzeiten und Kreditraten direkt vor Ort gesprochen werden kann, auch kann der Berater die Vor- und Nachteile der Kreditversicherungen aufzeigen. Letztlich bieten viele Banken mittlerweile an, die für die Kreditentscheidung notwendigen Daten direkt vor Ort einzugeben. Bei einer positiven Kreditentscheidung werden die Kreditverträge sowie die Versicherungsunterlagen sofort ausgedruckt, das Geld steht somit bereits am nächsten Tag zur Verfügung.
Welcher Kredit ist besser
Die Frage, welcher der beiden Kredite besser ist, kann nur nach individuellen Gesichtspunkten beantwortet werden. Kreditkunden, die keine Fragen zur Kreditbeantragung haben und einzig auf den Zinssatz sehen, sind sicher bei der Direktbank besser aufgehoben. Wer jedoch die persönliche Beratung schätzt, gibt dafür auch einige Prozentpunkte Zinsen mehr aus und geht zur Hausbank.
Was tun bei rückständigen Kreditraten?
Ratenrückstände vermeiden
Wird ein Ratenkredit vereinbart, achten sowohl die Banken als auch die Kreditnehmer darauf, dass die monatliche Ratenbelastung nicht zu hoch ist. Sie stellen beispielsweise eine Haushaltsrechnung auf, um Einnahmen und Ausgaben gegenüberzustellen und einen möglichen Haushaltsüberschuss aufzuzeigen.
Trotz dessen kommt es in vielen Fällen vor, dass die Kreditraten aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr beglichen werden können. Die häufigsten Gründe hierfür sind Arbeitslosigkeit, Berufsunfähigkeit und Ehescheidung.
Grundsätzlich sollte sich natürlich jeder Kreditnehmer bemühen, seinen Ratenverpflichtungen nachzukommen. Sollte dies nicht möglich sein, muss unbedingt kurzfristig das Gespräch mit dem Bankberater gesucht werden, der dann Lösungen aufzeigen kann.
Das Mahnverfahren
Ist der Kreditnehmer mit mindestens einer Rate im Rückstand, wird die Bank, sofern keine Gespräche erfolgt sind, das Mahnverfahren einleiten. Dabei wird zuerst die erste Mahnung versendet, die lediglich eine Erinnerung an die Ratenzahlung darstellt. Wird der Ratenrückstand daraufhin wieder ausgeglichen, werden keine weiteren Maßnahmen der Bank folgen. Die Frist zum Ratenausgleich wird meist für zwei Wochen vereinbart.
Hat der Schuldner auch nach zwei Wochen seinen Ratenrückstand nicht ausgeglichen, wird die zweite Mahnung versendet, die wiederum zwei Wochen Frist gewährt. Im Anschluss daran wird dann die dritte Mahnung versendet. Reagiert der Schuldner auch hierauf nicht, wird der Kredit sofort in voller Höhe fällig. Eine solche Kreditkündigung hat dann weitreichende Folgen, denn sie wird auch in die Schufa eingetragen.
Möglichkeiten der Regulierung
Wer als Kreditnehmer bemerkt, dass sich seine finanzielle Situation verschlechtert, sollte mit dem Bankberater einen Termin vereinbaren. Vielfach ist es möglich, den Kredit umzuschulden und durch eine Verlängerung der Laufzeit die Raten zu reduzieren. In ersten Fällen bieten die Banken auch eine Aussetzung der Kreditraten an. Zwar laufen in dieser Zeit die Zinsen auf, der Kreditnehmer kann aber seine finanzielle Situation wieder in Ordnung bringen. Eine solche Ratenaussetzung wird oft nur für einen befristeten Zeitraum von 6-12 Monaten gewährt.
Studentenkredite
Die Lage der Studenten derzeit
Ein Studium ist eine Investition in die Zukunft. Dies ist vielen jungen Menschen klar. Leider ist es vielfach nicht möglich, das Studium zu finanzieren, denn neben den jetzt fälligen Studiengebühren und den Lehrmaterialien müssen auch die Unterkunft sowie die Lebenshaltungskosten eingerechnet werden. Vor allem Studenten, die kein Bafög bekommen und von ihren Eltern nur wenig Unterstützung erhalten können, fällt die Finanzierung des Studiums schwer. Vielfach wird in diesen Situationen ein Nebenjob angenommen, mit dessen Geld dann alle anfallenden Kosten finanziert werden können.
Zwar gibt es gerade in Studenten-Hochburgen sehr viele Aushilfs-Jobs, die von Studenten ausgeführt werden können, um jedoch einen hohen Verdienst erzielen zu können, muss viel Zeit aufgewendet werden. Diese Zeit geht dann wiederum von der Studienzeit ab, so dass nicht selten das Studium verlängert werden muss.
Der Ausweg Studentenkredit
Ein Ausweg aus dieser Notlage sind die seit einigen Jahren angebotenen Studentenkredite. Diese werden, wie der Name schon sagt, einzig Studenten vergeben, damit diese ihr Studium auch ohne Nebenjob leicht finanzieren können.
Die Studentenkredite weisen dabei allerdings eine Besonderheit im Vergleich mit anderen, klassischen Ratenkredite auf. So werden diese nicht in einer Summe auf das Girokonto der Studenten überwiesen, sondern die Kredite werden in monatlichen Raten ausgezahlt. Diese Monatsrate kann dann jeder Student selbst beeinflussen, sie kann zwischen 200-800 Euro monatlich liegen.
Zudem erfolgt während der Laufzeit des Studentenkredites keine Tilgung, denn Geld für die Kreditrückzahlung ist in den meisten Fällen nicht vorhanden. Erst dann, wenn das Studium abgeschlossen wurde, werden monatliche Rückzahlungsraten vereinbart. Vielfach gewähren die Banken dabei aber auch eine Karenzzeit, die für die Suche nach einem Job genutzt werden kann.
Besonders positiv ist bei der Aufnahme eines Studentenkredites, dass die eigene Bonität eine nur untergeordnete Rolle spielt. Zwar müssen die Daten der Schufa positiv sein, Einkommen muss jedoch nicht vorhanden sein.
Anbieter von Studentenkrediten
Studentenkredite gehören heute zum Angebot vieler Banken und Kreditvermittler. Wichtigster Anbieter ist dabei die KfW Bankengruppe, die als staatliche Bank Studenten unterstützt. Doch auch die Deutsche Bank sowie einige Sparkassen bieten ihren Kunden diesen Kredit zu günstigen Konditionen an.
Ratenkredite für kurze Laufzeiten
Kurze Kreditlaufzeiten beliebt
Die Aufnahme von Krediten ist heute für viele Menschen selbstverständlich, wenn Wünsche erfüllt werden sollen, für die das Geld aktuell einfach nicht vorhanden ist. Dabei werden vielfach vor allem kleinere Ratenkredite genutzt, die dann auch binnen weniger Monate wieder zurückgezahlt sind. Vielfach werden dabei die von den Banken angebotenen Laufzeiten von 12-24 Monate genutzt. Diese Laufzeiten sind überschaubar, auch die zu zahlenden Zinsen sind gering. Bei kleinen Kreditsummen von 1.000 - 2.000 Euro liegen die Zinsen dabei bei nur einigen Hundert Euro. Trotz dieser kurzen Laufzeiten können jedoch auch die monatlichen Raten gering gehalten werden, so dass das Budget nicht übermäßig belastet wird.
Bei der Wahl von Krediten mit kurzen Laufzeiten ist allerdings zu beachten, dass die Konditionen, gerade für Kredite im kurzfristigen Bereich, stark unterschiedlich sein können. Einige Banken beispielsweise erhöhen ihre Zinssätze für diese Kredite, da sie durch die kurzen Laufzeiten ansonsten nur wenig Ertrag generieren würden. Durch die erhöhten Zinssätze sowie die oft höheren Bearbeitungsgebühren können dann jedoch wieder höhere Gewinne erzielt werden.
Die Citibank mit topp Konditionen
Eines der Kreditinstitute, dass günstige Konditionen auch bei kurzen Laufzeiten bietet, ist die Citibank. Sie vertreibt ihre Kredite sowohl in ihren Filialen als auch Online. Der Onlinekredit ist dabei bei vielen Vergleichen Testsieger, denn er bietet einen guten Service sowie niedrige Zinssätze.
Gerade dann, wenn Antragsteller kleinere Investitionen tätigen wollen, die den Kreditbetrag von 5.000 Euro nicht überschreiten, bietet die Citibank im Vergleich einen der besten Zinssätze überhaupt. Dieser liegt bei einem angenommenen Kreditbetrag von 3.100 Euro sowie einer Laufzeit von 24 Monaten bei gerade einmal ab 4,4% p.a. Schon mit einer Monatsrate von 135 Euro kann dieser Kreditbetrag dann innerhalb der vereinbarten zwei Jahre zurückgezahlt werden. Dieser Zinssatz ist allerdings kein Festzinssatz, sondern er ist maßgeblich von der Bonität des Antragstellers abhängig. Diese Bonität wird bei der Beantragung des Kredites überprüft, der Kunde erhält daraufhin ein Kreditangebot mit den von ihm zu zahlenden Konditionen.
Ratenkreditangebote für lange Laufzeiten
Der Vorteil einer langen Kreditlaufzeit
Die monatliche Belastung bei Ratenkrediten errechnet sich aus der zu zahlenden Kreditsumme, der die Zinsen für die Gesamtlaufzeit sowie eventuell zu zahlende Bearbeitungs- und Kreditgebühren zugerechnet werden. Diese Summe wird anschließend durch die Anzahl der vom Kreditnehmer gewünschten Laufzeitmonate geteilt. Je länger dabei die Laufzeit gewählt wird, desto niedriger ist auch die Kreditrate, denn die Kreditsumme teilt sich so auf deutlich mehr Monate auf. Nachteilig ist jedoch, dass die Kreditkosten hierdurch ansteigen. Somit ist es möglich, die monatliche Belastung perfekt auf das eigene Budget sowie die finanzielle Leistungsfähigkeit abzustellen. Gerade bei größeren Kreditsummen ist es vorteilhaft, die Laufzeit zu verlängern. Sofern höhere Guthabenbeträge angespart werden, kann unter Umständen das vielfach gewährte Sondertilgungsrecht in Anspruch genommen werden. Darauf sollten Kreditnehmer bei der Wahl einer langfristigen Finanzierung unbedingt achten.
Viele Kreditinstitute gewähren ihren Kreditantragstellern die Möglichkeit, die Laufzeit des Ratenkredites individuell festzulegen. Vielfach stehen dazu Laufzeiten von 12-84 Monaten zur Verfügung. Durch Kreditrechner, die auf den Internetseiten der Banken zur Verfügung stehen, können Antragsteller dann die monatliche Ratenbelastung sowie die Laufzeit berechnen lassen. Danach kann dann der gewünschte Kredit direkt online abgeschlossen werden.
Günstige Konditionen bei der CreditPlus Bank
Die CreditPlus Bank ist ein Kreditinstitut, dass sich bereits seit Jahren auf die Vermittlung von Ratenkrediten spezialisiert hat. Die Kredite werden dabei online zu günstigen Konditionen vermittelt. Besonders bei längerfristigen Krediten ist die CreditPlus dabei im Vorteil und bietet im Vergleich mit Wettbewerben deutlich günstigere Konditionen. Bei einem Kreditbetrag von 12.000 Euro beispielsweise und einer gewählten Laufzeit von 84 Monaten berechnet die Bank einen Jahreszins von ab 5,49% p.a. Dieser Zins kann sich allerdings aufgrund der Bonität des Kreditnehmers noch verändern. Bei dem oben genannten angenommenen Zins würden Kreditnehmer dabei mit einer monatlichen Belastung von nur 138,30 Euro rechnen müssen. Sofern die Kreditzinsen ansteigen, kann sich natürlich auch die Monatsrate noch verändern.
Kreditaufnahme bei Versandhändlern
Waren im Versandhandel finanzieren
Viele Menschen nutzen heute für das Shopping nicht mehr die Händler in den Innenstädten, sondern stöbern in den Katalogen des Versandhandels oder direkt im Internet. Hier können nahezu alle Waren von zu Hause aus bestellt und per Post geliefert werden. Sollten die bestellten Waren nicht zusagen oder die Kleidungsstücke nicht passen, können sie bequem zurückgeschickt werden.
Doch nicht nur die Bestellung der Ware ist einfach, auch bei der Bezahlung gehen die Versandhändler immer neue Wege. So ist es natürlich möglich, die bestellten Waren binnen 14 Tagen auf Rechnung zu bezahlen. Wer das Geld jetzt jedoch nicht vorrätig hat, kann auch eine Zahlpause von einigen Monaten nutzen oder aber die Einkaufssumme in kleinen monatlichen Raten tilgen. Hierzu ist nicht einmal ein Kreditantrag notwendig. Bei der Bestellung dann vielmehr direkt der Bezahlwunsch angeklickt werden. Je nach Wunsch wird die Rechnungssumme dann in 12, 24 oder 48 Monatsraten zurückgezahlt. Egal, ob hiermit neue Möbel, Küchengeräte oder Elektronikartikel finanziert werden. Sogar Urlaubsreisen können jetzt über die Versandhändler online gebucht und in Monatsraten zurückgezahlt werden.
Auf die Zinssätze achten
So einfach die Kreditbeantragung bei den Online-Händlern ist, Verbraucher sollten in jedem Fall die Konditionen der Angebote vergleichen. Gerade im Versandhandel, wo die Kreditprüfung nur sehr sporadisch durchgeführt wird, liegen die Zinssätze zum Teil zwischen 10-12% p.a., so dass die Kredite sehr teuer werden. Im Vergleich hierzu müssen Kreditnehmer bei Onlinekrediten oft nicht einmal 4% p.a. bezahlen. Es lohnt sich also, Ratenkreditangebote zu vergleichen und besser einen Abschluss bei einer Direktbank zu tätigen. So kann die Ware deutlich günstiger finanziert werden. Die Ersparnis, die je nach Kreditsumme einige Hundert Euro betragen kann, kann dann wieder in neue Wünsche investiert werden.
Vorsicht vor Überschuldung
Ein weiterer Nachteil dieser leicht abzuschließenden Warenkreditfinanzierungen ist, dass viele Menschen zahlreiche dieser kleinen Kredite abgeschlossen haben und somit nach einiger Zeit den Überblick verlieren. Zwar beträgt die Monatsrate für einen dieser Kredite oft nicht einmal 20 Euro, bei zehn Krediten beläuft sich die Monatsbelastung jedoch bereits auf 200 Euro.
Menschen, die viele dieser kleinen Warenkredite abgeschlossen haben, sollten daher die Umschuldung in nur einen Kredit prüfen. Hierbei ist es nicht nur möglich, Zinskosten zu sparen, auch die Monatsbelastung kann reduziert werden. Zudem ist ein einziger Kredit natürlich deutlich übersichtlicher, eine drohende Überschuldung kann so vermieden werden.
Die Sicherheiten beim Ratenkredit
Der Ratenkredit als standardisierter Kredit
Immer mehr Menschen nutzen heute die bequeme Möglichkeit, Wünsche zu finanzieren. So ist es möglich, Einkäufe direkt zu tätigen, ohne dass das notwendige Guthaben hierfür über Monate angespart werden muss. Die Kreditsummen können anschließend in kleinen monatlichen Raten zurückgezahlt werden.
Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Ratenkrediten haben die Kreditinstitute ihre Produkte angepasst. Heute ist der Ratenkredit kein spezielles Bankprodukt mehr, sondern es wird im Massengeschäft vermittelt. Die Institute haben sogar spezielle Softwareprogramme entwickelt, die nach Eingabe der Kundendaten berechnen, ob die Kreditvergabe notwendig ist. Die Einzelprüfung derartiger Fälle findet nicht mehr statt.
Diese Standardisierung hat natürlich zur Folge, dass Kreditvergaben nur dann möglich sind, wenn der Antragsteller die von der Bank gestellten Vorgaben erfüllt. So muss das Gehalt ausreichend sein, es muss aus einer nichtselbstständigen Beschäftigung erzielt werden und die Schufa.Auskunft darf keine Negativmerkmale enthalten. Sind alle Voraussetzungen erfüllt, kann der Kredit vergeben werden.
Die Sicherheiten beim Ratenkredit
Aufgrund der Standardisierung des Ratenkredites werden auch Sicherheiten hierfür nicht notwendig, denn diese müssten separat geprüft werden. Die Bank geht davon aus, dass ein Kunde, sofern er über einen festen Arbeitsplatz verfügt (Voraussetzung ist eine mindestens sechsmonatige Beschäftigung und das Ende der Probezeit), die Kreditraten auch über die Dauer der Kreditvereinbarung bezahlen kann. Somit wird weder die Abtretung von Guthaben noch die Eintragung einer Grundschuld für diese Kreditvergaben notwendig. Der Zins für Ratenkredite liegt dementsprechend aber auch über den Konditionen für grundschuldbesicherte Baudarlehen, da diese für die Banken weniger Risiko aufweisen.
Als Sicherheit dient den Banken bei Ratenkrediten lediglich eine im Kreditvertrag enthaltene Lohn- und Gehaltsabtretung, die der Kunde bei Unterzeichnung des Kreditvertrages mit unterschreibt. Sollte der Kreditnehmer seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen, ist die Bank berechtigt, an den Arbeitgeber heranzutreten und Einkommen, welches über der Pfändungsfreigrenze liegt, zu pfänden. Sofern der Kreditnehmer seine Verpflichtungen jedoch vollumfänglich erfüllt, bleibt die Abtretung still, der Arbeitgeber erfährt von der Kreditaufnahme also nichts.
Verbraucherschutz bei Kreditverträgen
Verbraucher schützen
Der Markt für Ratenkredite ist in den letzten Jahren immer undurchsichtiger geworden. Nicht mehr nur die Banken und Sparkassen vor Ort bieten ihre Kredite an ihre Kunden an, sondern auch Direktbanken und sogar Kreditvermittler im Internet. Der Dschungel der Angebote wird dabei immer undurchsichtiger, was schwarzen Schafen der Branche zugute kommt. Sie nutzen die Unwissenheit der Verbraucher aus und vermitteln Kredite zu Wucherzinsen oder berechnen Bearbeitungsgebühren, ohne je einen Kredit zu vermitteln.
Um Verbraucher vor derartigen Angeboten zu schützen, gibt es bestimmte Mindestangaben, die ein Kreditvertrag aufweisen muss. So muss dieser neben dem Nominalzins auch den Effektivzins ausweisen, der die eigentlichen Kreditkosten wiedergibt. Auch alle in Verbindung mit dem Kredit anfallenden Kosten wie etwa Bearbeitungsgebühren oder sonstige Kosten müssen aufgeführt sein. Letztlich muss dem Kreditnehmer ein 14tätiges Widerrufsrecht eingeräumt werden, so dass er vom Vertrag zurücktreten kann, sollte er Unstimmigkeiten bei genauerem Durchlesen entdecken.
Die Nichtigkeit von Darlehensverträgen
Nach den Verbraucherschutzbestimmungen muss dem Kreditnehmer die Möglichkeit eingeräumt werden, über die Vertragsbedingungen des Kreditvertrages Kenntnis zu erlangen. Er muss über die Kosten des Vertrages sowie über eventuelle Bearbeitungsgebühren ausreichend informiert worden sein. Wichtigste Angabe im Kreditvertrag ist dabei der effektive Jahreszins, der auch laut der Preisangabenverordnung nicht fehlen darf. Wurde der Effektivzins vom Kreditinstitut nicht angegeben, ist der Kreditvertrag nichtig. Gleiches gilt, wenn bei Ratenkreditverträgen die Gesamtkosten nicht oder unvollständig angegeben wurden. Auch wenn andere wichtige Formvorschriften nicht eingehalten werden, ist der Vertrag nichtig und kann vom Kunden widerrufen werden. Und zwar auch dann, wenn die eigentliche Widerrufsfrist bereits abgelaufen ist.
Gerade bei Kreditvermittlern werden Kredite mitunter zu Wucherzinsen von weit über 20% p.a. vergeben. In diesen Fällen, wenn also der Kreditzins mehr als 100% über dem ansonsten marktüblichen Zins liegt, ist der Vertrag ebenfalls nichtig.
Auf wichtige Details achten
Kreditsuchende, die sich im Internet informieren wollen, sollten bei bestimmten Kreditangeboten die Augen offen halten und vorsichtig sein. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn Kredite ohne die Schufa-Auskunft versprochen werden oder wenn die Kreditauszahlung per Post versprochen wird. Bei derartigen Angeboten kann es sich selten um seriöse Kreditvermittler handeln.
Um es Betrügern schwer zu machen, sollten Kreditsuchende immer eine komplette Aufstellung der gesamten Kosten verlangen, auch die Angabe des Effektivzinses muss der Kreditvermittler nennen. Letztlich sollten Gebühren nie im Voraus bezahlt werden. Erst dann, wenn der Kredit tatsächlich zustande gekommen ist, werden auch die Vertragsgebühren fällig.
Die Haushaltsrechnung der Kreditinstitute bei Kreditvergaben
Die Kreditwürdigkeitsprüfung der Banken
Um einen Kredit zu bekommen, muss der Antragsteller natürlich kreditwürdig sein. Dies ist dann der Fall, wenn der künftige Kreditnehmer seine für den Kredit fälligen Monatsraten selbst aus seinem Einkommen tragen kann. Für Antragsteller eines Ratenkredit bedeutet dies, dass das monatliche Gehalt oder der Lohn ausreichend hoch ausfallen müssen.
Um die Kreditwürdigkeit prüfen zu können, fordern die Banken vom Kreditnehmer verschiedene Unterlagen ein. Dies sind zum einen drei aufeinander folgende Lohn- oder Gehaltsnachweise, die Auskunft über die Höhe des Nettolohns geben. Weiterhin können die Bankberater hieraus erkennen, aus welchen Komponenten der Monatslohn besteht. So dürfen beispielsweise Überstundenzuschläge nur zum Teil angerechnet werden, auch die Auslöse für auswärts arbeitende Menschen oder Kraftfahrer darf von den Bankmitarbeitern nicht zu 100% als Gehalt angerechnet werden. Letztlich ist aus den Gehaltsnachweisen auch erkennbar, ob der Antragsteller eine Gehaltspfändung aufweist.
Die Haushaltsrechnung
Um festzustellen, ob der künftige Kreditnehmer die Raten bezahlen kann, führen die Banken eine Haushaltsrechnung durch. Diese Haushaltsrechnung stellt Einnahmen und Ausgaben gegenüber, der Saldo sollte natürlich positiv sein. Nur in diesem Fall kann der Kreditnehmer sowohl seinen Lebensunterhalt als auch die Monatsraten tragen.
Bei der Haushaltsrechnung der Banken werden den Einnahmen jedoch nicht nur die Miete, die Hausnebenkosten sowie eventuell fällige Versicherungsleistungen gegenübergestellt, auch die Lebenshaltungskosten müssen deklariert werden. Da viele Antragsteller ihre eigenen Lebenshaltungskosten (Ausgaben für Lebensmittel, Kleidung, Hausratversicherung, Telefon und Internet) nur schwer beziffern können oder aber als zu gering einschätzen, nehmen die Banken hierfür Pauschalbeträge an. Diese liegen für die erste im Haushalt lebende Person bei 650-700 Euro pro Monat, für jede weitere Person im Haushalt werden 200 Euro pro Monat gerechnet. Hierbei ist es unerheblich, ob es sich um einen Säugling oder einen Jugendlichen handelt, der zusammen mit dem Kreditnehmer im Haushalt lebt. Schließlich wird auch der Säugling sowie dessen Ansprüche größer, was bereits bei der Kreditvergabe berücksichtigt wird. Hiernach muss ein 4-Personen-Haushalt somit mindestens 1.250 Euro Lebenshaltungskosten einplanen. Oftmals scheitert die Kreditanfrage bereits bei diesem Punkt, da die monatlichen Einkommen zu gering sind und die Haushaltsrechnung danach negativ ausfällt.